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September 20, 2017   
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Geschichte der Universität

Chronologie 1735-2005

 

  • 1735 Gründung der Bergschule für Bergbeamte in Schemnitz 
  • 1770 Erklärung zur Bergakademie 
  • 1846 Erweiterung zur Berg - und Forstakademie 
  • 1904 Neue Bezeichnung: Hochschule für Berg- und Forstwesen
    (mit Abteilungen für Bergbau, Metallhüttenwesen, Eisenhüttenwesen, Forstwesen) 
  • 1919 Übersiedlung aus Schemnitz nach Sopron (Ödenburg) 
  • 1949 Gründung der Technischen Universität für Schwerindustrie in Miskolc 
    (Fakultäten für Bergbau, Hüttenwesen und Maschinenbau) 
  • 1985 Gründung der Juristischen Fakultät
  • 1990 Gründung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 
    Die Universität erhält den Namen Universität Miskolc
  • 1997 Bildung der Fakultät für Geisteswissenschaften 
  • 1997 Integration des Bartók Béla Musikinstituts 
  • 1998 Integration des Forschungsinstituts der MTA (Ungarische Akademie der Wissenschaften) für Bergbau und Chemie als Forschungsinstitut für Angewandte Chemie 
  • 2000 Erweiterung um die Comenius Hochschulfakultät für Grundschulpädagogik Sárospatak 
  • 2001 Erweiterung um das Institut für Gesundheitswesen 
  • 2005 Erklärung des Instituts für Gesundheitswesen zur Hochschulfakultät für Gesundheitswesen 
  • 2008 Bildung des Forschungsinstituts für Angewandte Geowissenschaften 
  • 2009 Erklärung der Hochschulfakultät für Gesundheitswesen zur Fakultät für Gesundheitswesen

Kurze Chronik 1735-2005

Das ungarische Parlament verordnete in seinem 23. Gesetz vom Jahre 1949, dass „zur Förderung der höheren technischen Bildung in Miskolc eine Technische Universität für Schwerindustrie gegründet werden soll. Die Universität gliedert sich in die Fakultäten für Bergbau und Hüttenwesen und die Maschinenbaufakultät.

Die Geschichte der neu errichteten Technischen Universität im Mittelpunkt des Industriegebiets Borsod geht jedoch aufgrund ihrer Fakultäten für Bergbau und Hüttenwesen auf zweieinhalb Jahrhunderte zurück. Die Vorgängerinstitutionen der beiden Fakultäten funktionierten bis 1919 in Schemnitz, später bis 1949 in Sopron (Ödenburg). Die Lehrstühle der Fakultäten für Bergbau und Hüttenwesen wurden 1949-1959 allmählich nach Miskolc verlegt.

1735 gründete die Wiener Hofkammer in Schemnitz eine Bergschule (Bergschule) . Vorrangiges Ziel war in der Anfangsphase der Industrialisierung die Ausbildung von geeigneten Fachleuten und dadurch die Förderung der Edelmetall -und Kupfergewinnung in Ungarn – die damals auch im europäischen Vergleich eine bedeutende Rolle spielte. Die Bergschule Schemnitz war die erste Lehranstalt im Habsburgerreich unter staatlicher und nicht kirchlicher Leitung. Zu den ersten Professoren der Schule gehörte Samuel Mikoviny (Mikoviny Sámuel), ein hochgebildeter Ingenieur und Mathematiker und hervorragender Kartograf im Ungarischen Königtum.


Erste Seite des Curriculums aus dem Jahre 1735 (Hofkammerarchiv, Wien)

Die Schule entfaltete sich zwischen 1762 und 1770 mit drei Lehrstühlen schrittweise zur Bergakademie für die Bildung von Fachleuten für das gesamte Habsburgerreich (k.k.Bergakademie). 1763 wurde der Chemiker N.J. Jacquin, späterer Professor und Rektor der Universität Wien und Gegner der Phlogistontheorie, zum ersten Lehrstuhlinhaber (am Lehrstuhl für Chemie, Mineralogie und Hüttenwesen), ernannt. Sein Nachfolger war der Chemiker und Mineraloge G.A. Scopoli, der später einen Ruf auf eine Professur an die Universität Padua erhielt. 1765 berief die Wiener Hofkammer N. Poda, den fachgerechten Darsteller der weltberühmten Schemnitzer Bergwerksmaschinen, auf den neu errichteten Lehrstuhl für Mathematik, Physik und Mechanik. 1770 entwickelte sich schließlich, aufgrund der Errichtung des dritten Lehrstuhls für Bergbaukunde, die Institution der Bergakademie mit dreijähriger Ausbildung. Der erste Professor des Lehrstuhls war der Autor des Epoche machenden Werks der Bergbaukunde in der internationalen Fachliteratur Chr. T. Delius, der die Universität Göttingen und die Bergschule Schemnitz absolviert hatte. Delius wurde später wie auch sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl, J. Peithner, zur Leitung des Berg- und Hüttenwesens im gesamten Habsburgerreich zur Wiener Hofkammer gerufen.


Königin Maria Theresia bewilligt die Gründung einer Akademie mit dreijähriger Ausbildung in Schemnitz,
22. Okt. 1772 (Hofkammerarchiv, Wien)


In Schemnitz entstand auf diese Weise die erste akademische Ausbildungsanstalt im Bereich der Montanwissenschaften. (In Freiberg 1765, Berlin 1770, St. Petersburg 1773, danach in Clausthal, Madrid, Paris, Mexiko usw.) Einen weltweiten Ruf brachte der Akademie die Lehrmethode der Professoren N.J. Jacquin, G.A. Scopoli und Antal Rupprecht ein. Die Methode, die auf dem Grundprinzip der Gruppenarbeit und Selbsttätigkeit der Studierenden in den metallurgischen, chemischen Laboratorien beruhte, stellte einen Wendepunkt im Unterricht der Naturwissenschaften dar. Selbst bei der Gründung der Technischen Universität in Paris (École centrale des travaux publics, 1795 als École polytechnique), 1794, diente diese experimentelle Lehrmethode als Vorbild.

1786 kam es in Glasshütte bei Schemnitz (Sklené Teplice) unter Mitwirkung der Schemnitzer Professoren zur Gründung der ersten international organisierten Gesellschaft für Technik der Welt. Die Societät der Bergbaukunde vereinigte 154 Fachleute aus 13 europäischen Ländern, sowie Mexiko und Bogota, unter ihnen auch solche großen Persönlichkeiten wie Lavoisier, Goethe und Watt.

Die Zahl der Studenten der Akademie wuchs bis Mitte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich an. Zwei Drittel der über fünfhundert Studenten kamen aus den Ländern des Habsburgerreiches und aus dem Ausland. Die 1808 etablierte Lehranstalt für Forstwesen der Hofkammer wurde 1846 – zur Einrichtung der höheren Bildung umorganisiert – an die Bergakademie angeschlossen.

1848/49 stellten sich die Studenten aus Ungarn auf die Seite der Revolution und des Freiheitskampfes und die Studenten aus Österreich und Böhmen verließen Schemnitz. Die Akademie wurde unter die Leitung des Ministeriums für Religion und öffentliche Bildung gestellt, und in der Forstbildung wurde versucht, Ungarisch als Unterrichtssprache einzuführen. Aufgrund der Kriegssituation und der absolutistischen Politik wurde die Bildung bis 1850 eingestellt. Zahlreiche Professoren und Studenten opferten ihr Leben im Freiheitskampf, kamen ins Gefängnis oder wurden entlassen. Die Studenten aus Österreich begaben sich an die Montanlehranstalt in Leoben, und für die Studenten aus Böhmen wurde in Pribram eine Einrichtung etabliert, die später in den Rang einer Akademie, bzw. Universität erhoben wurde.

Nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich 1867 war die Akademie als Königl. Ungarische Berg– und Forstakademie (Magyar Kir. Bányászati és Erdészeti Akadémia) eine Institution des Königtums Ungarn. Zwischen 1868 und 1872 wurde allmählich Ungarisch als Vortragssprache eingeführt. 1872 fand eine grundsätzliche Reorganisation der Struktur und Bildung an der Akademie statt. Die bisherige Bildung für „Montanwesen“, die sich damals auf Bergbau, Hüttenwesen und Münzprägung gleichermaßen bezog, gliederte sich im Weiteren in vier Schwerpunkte: den Bergbau, das Metallhüttenwesen, Eisenhüttenwesen bzw. den Maschinenbau und die Architektur. Forstbildung erfolgte in zwei Fachrichtungen: allgemeines Forstwesen und Forstingenieurwesen.

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert vollzog sich eine Entwicklung von hoher Bedeutung: Die Akademie wurde um neue Gebäude und moderne Laboratorien erweitert. Ab 1904 funktionierte sie als Berg - und Forsthochschule (Bányászati és Erdészeti Fõiskola). Im Studienjahr 1913/14 verfügte die Hochschule über 20 gut ausgestattete Lehrstühle und hatte 580 Studenten. Das Studium war gebührenfrei. Etwa 20% der Studierenden in höheren Studiengängen erhielten eine finanzielle Unterstützung. Zirka zwei Fünftel der Studenten stammten aus Arbeiter-, Handwerker- oder Bauernfamilien.

Die hervorragendsten Professoren im zweiten Jahrhundert der Schemnitzer Etappe waren Chr. Doppler, Antal Kerpely, István Farbaky, István Schenek, Ottó Cséti, Emil Herrmann, Hugó Böckh und Géza Zemplén.

In Folge des Ersten Weltkriegs wurde die steigende Entwicklung der Hochschule unterbrochen. Vier Drittel der Studenten gingen zum Kriegdienst, mehr als fünfzig opferten ihr Leben auf den Kriegsfeldern Europas, und noch mehr kehrten mit schweren Verletzungen oder nach unmenschlichem Bedingungen in der Kriegsgefangenschaft in die Bänke der Alma Mater zurück.

Im Jahre 1919 – nachdem Schemnitz in die neu gegründete Tschechoslowakei eingegliedert wurde – übersiedelte die Hochschule nach Sopron (Ödenburg). Es ist in entscheidendem Maße dem bewaffneten Widerstand der Studenten zu verdanken, dass Ödenburg nach dem Friedensvertrag nicht von Ungarn getrennt wurde. Die neue Bezeichnung für die Alma Mater war ab 1922 Hochschule für Berg- und Forstwesen (Bányamérnöki és Erdõmérnöki Fõiskola). Die Hochschule hatte vier Abteilungen: Bergbau, Metallhüttenwesen, Eisenhüttenwesen und Forstwesen. An der Spitze der Hochschule stand der Rektor, die Abteilungen wurden von den Dekanen geleitet. 1931 erhielt die Hochschule das Privatlehrer- und Habilitationsrecht. 1929 wurden die fremdsprachigen Mitteilungen der Abteilungen für Bergbau und Hüttenwesen veröffentlicht, die bis heute mit verändertem Titel weiterbestehen.

1934 wurde die Hochschule mit den Fakultäten für Bergbau, Hütten- und Forstwesen der neu etablierten Landeseinrichtung, der József Nádor Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität, (József Nádor Mûszaki és Gazdaságtudományi Egyetem) gleichgestellt. Es gab siebenundzwanzig Lehrstühle.

Die Abteilungen für Bergbau und Hüttenwesen waren bis 1949 in dieser Form tätig, dann wurden sie zu Fakultäten für Bergbau und Hüttenwesen der neu gegründeten Technischen Universität für Schwerindustrie (Nehézipari Mûszaki Egyetem) erklärt. 1952 wurden die Lehrstühle für Hüttenwesen nach Miskolc verlegt. Die Ausbildung der Bergbauingenieure teilte sich bis 1959 zwischen Miskolc und Sopron wie folgt: die beiden ersten Studiengänge wurden in Miskolc, die höheren in Sopron abgeschlossen, bis schließlich 1959 auch die Lehrstühle für Bergbau nach Miskolc übersiedelten. Aus den Fakultäten für die Grundfächer und das Forstwesen der ehemaligen Akademie entwickelte sich mit samt den Bauten der Universität Sopron die Universität für Forst- und Holzwirtschaft, heute Fakultäten für Forstwirtschaft und Holzindustrie der Westungarischen Universität.


Gesetz 23 von 1949 über die Gründung der Technischen Universität für Schwerindustrie mit dem Sitz in Miskolc

Unter den zahlreichen Professoren der Soproner Epoche der Universität haben besonders die folgenden eine hohe Bedeutung erlangt: József Finkey, dessen Bücher zur Mineralaufbereitung in den USA, in Deutschland und der Sowjetunion herausgegeben wurden; der Metallurg Ernõ Cotel und der Analytiker Chemiker József Mika, dessen Bücher auch im Ausland erschienen; Géza Boleman, Autor des ungarischen klassischen Werks der Elektrotechnik; János Mihalovits, der sich in seinen Werken mit der Vergangenheit der Universität und des Bergbaus befasste; Antal Tárczy-Hornoch Professor für Geodesie und Markscheidekunde, Károly Simonyi Physiker, Simon Papp, István Vitális, Miklós Vendel und Elemér Szádeczky-Kardoss Professoren für Geologie.

 

 


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2011-05-12 14:19:31


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